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Von einer Wehranlage zum Museum 


Das Untere Tor, das wie das Obere Tor um 1331 Herzog Ludwig zum Schutz der Stadt erbauen ließ, ist – im Gegensatz zum Oberen Tor – einfach und schlicht gebaut und hat sich seinen altertümlichen Charme bis heute erhalten. Durch einen Großbrand im Jahre 1634, der fast die ganze Stadt zerstörte, wurde auch das Untere Tor stark beschädigt. Vor allem das Dach des Tors brannte komplett ab. Erst 1648 erhielt das Tor sein jetziges Dach, das auch „Spitzhelm" genannt wird. Die drei Kanonenkugeln, die am Tor befestigt sind, wurden bei Restaurationsarbeiten gefunden und erinnern an die Zerstörung des Turms im Laufe des Dreißigjährigen Kriegs. Über deren Herkunft und Alter ist jedoch nichts bekannt.

Die Außenseite des Unteren Tors schmückt ein Gemälde von 1893, das die Befreiung Aichachs von den Schweden durch General Johann von Werth zeigt. Der Künstler des Freskos ist Walter Heubach (1865-1923), der zur damaligen Zeit der bekannteste Maler der Umgebung war und sich unter anderem auf die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs spezialisiert hatte. Heute wird das Untere Tor als „Wittelsbacher Museum" von der Stadt genutzt.